Windows 10 herunterladen, installieren und neu installieren
Vom offiziellen Download zur neuen Windows-10-Installation
Windows 10 lässt sich weiterhin direkt bei Microsoft herunterladen. Auf der offiziellen Downloadseite steht Version 22H2 bereit. Du kannst damit den laufenden PC aktualisieren, eine ISO-Datei speichern oder einen bootfähigen USB-Stick für eine Installation erstellen.
Bevor du das Tool startest, solltest du allerdings wissen, welchen Weg du brauchst. Möchtest du ein beschädigtes Windows reparieren und deine Programme behalten? Soll eine neue SSD eingerichtet werden? Oder willst du den Rechner vollständig leeren und sauber neu aufsetzen? Hinter diesen Vorhaben stecken unterschiedliche Installationsarten – und nicht jede davon löscht automatisch alle Daten.
Dieser Ratgeber führt dich vom sicheren Windows-10-Download bis zur fertigen Installation. Du erfährst außerdem, wann eine digitale Lizenz genügt, welche Edition du auswählen musst und worauf nach dem Windows-10-Supportende zu achten ist.
Das Wichtigste in Kürze
- Windows 10 Version 22H2 steht weiterhin auf der offiziellen Microsoft-Seite zum Download bereit.
- Für einen bootfähigen USB-Stick ist das Media Creation Tool der einfachste offizielle Weg.
- Der USB-Stick benötigt mindestens 8 GB Speicherplatz und wird bei der Erstellung gelöscht.
- Eine ISO-Datei kannst du speichern, in einer virtuellen Maschine nutzen oder aus einem laufenden Windows heraus bereitstellen.
- Bei einer Neuinstallation solltest du wieder die Edition installieren, für die dein Gerät eine Lizenz besitzt – zum Beispiel Home oder Pro.
- Ist Windows 10 auf demselben Gerät bereits mit einer digitalen Lizenz aktiviert, kann die Aktivierung nach der Neuinstallation automatisch erfolgen.
- Eine Reparaturinstallation aus dem laufenden System kann persönliche Dateien und Apps behalten. Eine saubere Neuinstallation vom USB-Stick entfernt dagegen Daten, Programme und Einstellungen.
- Der Download ist kostenlos, enthält aber keine neue Windows-Lizenz.
- Der reguläre Support für Windows 10 endete am 14. Oktober 2025. Eine Neuinstallation ändert daran nichts.
Welche Installationsart passt zu deinem Vorhaben?
Der richtige Einstieg hängt nicht davon ab, ob du eine ISO besonders praktisch findest. Entscheidend ist, was am Ende mit dem PC passieren soll.
| Dein Vorhaben | Passender Weg | Was bleibt erhalten? | Was du benötigst |
|---|---|---|---|
| Windows auf dem laufenden PC reparieren oder erneut einrichten | setup.exe aus einer bereitgestellten ISO oder vom Installationsmedium starten |
Je nach Auswahl persönliche Dateien und Apps, nur persönliche Dateien oder nichts | ISO oder Installationsmedium und ausreichend freier Speicherplatz |
| Windows auf einer neuen SSD oder einem leeren PC installieren | Vom bootfähigen USB-Stick starten | Nichts auf dem ausgewählten Ziellaufwerk | Leerer USB-Stick mit mindestens 8 GB und passende Lizenz |
| Den Rechner vollständig neu aufsetzen | Vom USB-Stick starten und eine saubere Neuinstallation durchführen | Keine persönlichen Dateien, Apps oder Einstellungen | Vollständiges Backup und Installationsmedium |
| Eine ISO archivieren oder in einer virtuellen Maschine verwenden | ISO mit dem Media Creation Tool oder über Microsoft herunterladen | Das vorhandene System wird zunächst nicht verändert | Genügend Speicherplatz für die ISO |
| Ein noch startendes Windows ohne externes Medium zurücksetzen | „Diesen PC zurücksetzen“ in den Wiederherstellungsoptionen nutzen | Abhängig von der Auswahl persönliche Dateien oder nichts; installierte Apps werden entfernt | Kein zuvor erstellter USB-Stick erforderlich |
Wenn Windows noch startet und du Programme behalten möchtest, ist die Installation aus dem laufenden System meist der passendere Anfang. Ein bootfähiger USB-Stick wird wichtig, sobald der PC nicht mehr startet, eine neue SSD eingebaut wurde oder wirklich alles entfernt werden soll.
Was du vor dem Windows-10-Download prüfen solltest
Ein paar Minuten Vorbereitung sind schneller als eine zweite Installation. Lege deshalb zuerst fest, welche Daten bleiben müssen und welche Windows-Edition auf dem Gerät aktiviert ist.
Persönliche Dateien separat sichern
Kopiere Dokumente, Bilder, E-Mail-Archive, Browserdaten und andere unersetzliche Dateien auf ein externes Laufwerk oder in einen Cloudspeicher. Öffne anschließend einige Dateien direkt aus der Sicherung. Erst dann weißt du, ob das Backup tatsächlich lesbar ist.
Windows-Sicherung kann ausgewählte Ordner und Einstellungen sichern. Für eine saubere Neuinstallation solltest du trotzdem nicht nur auf Daten vertrauen, die auf derselben SSD liegen. Microsoft weist in seiner Anleitung zum Erstellen von Installationsmedien ebenfalls darauf hin, Dateien vor der Installation oder Neuinstallation zu sichern.
Edition und Aktivierung notieren
Öffne auf dem vorhandenen System Start > Einstellungen > Update und Sicherheit > Aktivierung. Dort siehst du, ob Windows aktiviert ist. Die installierte Edition findest du zusätzlich unter Einstellungen > System > Info bei den Windows-Spezifikationen.
Bei einer späteren Neuinstallation muss die Edition zur Lizenz passen. War bisher Windows 10 Home aktiviert, installierst du wieder Home. Eine Home-Lizenz aktiviert Windows 10 Pro nicht. Für Pro benötigst du eine entsprechende digitale Lizenz oder einen gültigen Pro-Key.
Ist auf dem Gerät bereits eine digitale Lizenz hinterlegt, lässt sich dieselbe Windows-10-Edition laut Microsoft in der Regel ohne erneute Eingabe eines Product Keys installieren. Nach dem ersten Internetzugang wird Windows automatisch aktiviert. Nach einem Mainboardtausch kann dagegen eine Reaktivierung notwendig werden. Verknüpfe die digitale Lizenz vor einer geplanten Hardwareänderung möglichst mit deinem Microsoft-Konto.
64-Bit oder 32-Bit kontrollieren
Unter Einstellungen > System > Info zeigt der Eintrag „Systemtyp“, welche Architektur der Prozessor unterstützt. Für die meisten Rechner ist die 64-Bit-Version richtig. Eine 32-Bit-Installation kommt hauptsächlich bei älterer Hardware oder spezieller Altsoftware infrage.
Die Architektur kann bei einer Neuinstallation nicht einfach innerhalb derselben laufenden Installation gewechselt werden. Möchtest du von 32 auf 64 Bit umsteigen, brauchst du eine saubere Neuinstallation und musst Programme danach neu einrichten.
Hardware und freien Speicherplatz prüfen
Microsoft nennt für neuere Windows-10-Versionen mindestens einen Prozessor mit 1 GHz, 1 GB RAM für 32 Bit beziehungsweise 2 GB für 64 Bit und 32 GB Speicherplatz. Das sind Untergrenzen, keine Empfehlung für einen angenehm schnellen Alltag. Prüfe bei älteren PCs zusätzlich auf der Herstellerseite, ob passende Treiber verfügbar sind. Die vollständige Übersicht findest du in den Windows-10-Systemanforderungen.
Das Supportende in die Entscheidung einbeziehen
Windows 10 lässt sich nach wie vor installieren, doch eine frische Installation startet den Supportzeitraum nicht neu. Der reguläre Support endete am 14. Oktober 2025. Ohne eine anwendbare ESU-Teilnahme erhält ein gewöhnliches Windows-10-System keine regulären kostenlosen Sicherheitsupdates mehr.
Wenn der Rechner Windows 11 unterstützt, solltest du den Wechsel zumindest prüfen. Muss Windows 10 vorerst bleiben, erklärt unser Ratgeber zum Windows-10-Supportende und zur ESU-Verlängerung, welche Übergangsoptionen aktuell zur Verfügung stehen.
Windows 10 mit dem Media Creation Tool herunterladen
Das Media Creation Tool erledigt Download und Medienerstellung in einem Ablauf. Du brauchst keine ISO aus einem inoffiziellen Downloadarchiv und musst einen USB-Stick nicht von Hand bootfähig machen.
Tool bei Microsoft laden und starten
- Öffne die offizielle Seite Windows 10 herunterladen.
- Scrolle zum Bereich Windows 10-Installationsmedium erstellen.
- Wähle Jetzt herunterladen und speichere die Datei des Media Creation Tools.
- Starte das Programm mit Administratorrechten.
- Lies die Lizenzbedingungen und bestätige sie, wenn du einverstanden bist.
- Wähle Installationsmedium für einen anderen PC erstellen.
Das Wort „anderer“ ist an dieser Stelle etwas irreführend. Der erstellte Stick darf später auch für den PC verwendet werden, auf dem das Tool gerade läuft.
Sprache, Edition und Architektur auswählen
Das Tool übernimmt zunächst Einstellungen des aktuellen Rechners. Erstellst du das Medium für ein anderes Gerät, entfernst du die automatische Vorauswahl und kontrollierst Sprache, Edition sowie Architektur selbst.
- Sprache: Wähle die Sprache, in der Windows später installiert werden soll.
- Edition: Das normale Installationsmedium deckt die üblichen Home- und Pro-Szenarien ab. Windows 10 Enterprise ist im Media Creation Tool nicht enthalten.
- Architektur: Verwende 64 Bit, sofern der Ziel-PC nicht ausdrücklich eine 32-Bit-Installation benötigt.
Bootfähigen Windows-10-USB-Stick erstellen
Wähle USB-Speicherstick und schließe einen leeren Stick mit mindestens 8 GB an. Danach zeigt das Tool die erkannten Wechselmedien an. Kontrolliere Laufwerksname und Größe genau: Der ausgewählte Stick wird vollständig gelöscht.
Das Media Creation Tool lädt Windows 10 herunter, bereitet das Laufwerk vor und kopiert die Installationsdateien darauf. Ziehe den Stick erst ab, wenn das Programm den Abschluss bestätigt. Beschrifte ihn anschließend mit „Windows 10 22H2“, Sprache und Architektur. Das verhindert später Verwechslungen mit einem gewöhnlichen Datenstick.
ISO-Datei mit dem Tool speichern
Benötigst du keinen fertigen USB-Stick, wählst du im Media Creation Tool stattdessen ISO-Datei. Lege einen Speicherort mit genügend freiem Platz fest. Die ISO kannst du anschließend bereitstellen, in einer virtuellen Maschine einbinden oder auf eine DVD brennen.
Eine ISO wird nicht dadurch bootfähig, dass du sie wie eine normale Datei auf einen USB-Stick kopierst. Für einen startfähigen Stick lässt du am besten das Media Creation Tool direkt den USB-Datenträger erstellen.
Windows-10-ISO direkt herunterladen
Microsoft betreibt zusätzlich eine eigene Seite für den Windows-10-ISO-Download. Ob du dort sofort die Auswahl der ISO siehst, hängt vom verwendeten Betriebssystem ab. Auf einem Windows-PC verweist Microsoft häufig auf das Media Creation Tool. Greifst du von einem System zu, auf dem dieses Werkzeug nicht läuft, erscheint stattdessen der direkte Download.
Auf der ISO-Seite wählst du zuerst Windows 10, danach die Produktsprache und schließlich 64 oder 32 Bit. Die erzeugten Links sind 24 Stunden gültig. Läuft ein Link ab, rufst du die Seite erneut auf und erzeugst einen neuen.
Microsoft veröffentlicht dort auch SHA-256-Prüfsummen. Damit lässt sich kontrollieren, ob die ISO vollständig und unverändert angekommen ist. Öffne PowerShell und führe beispielsweise diesen Befehl aus:
Vergleiche den ausgegebenen Wert Zeichen für Zeichen mit der Prüfsumme auf der Microsoft-Seite. Stimmen die Werte nicht überein, verwende die Datei nicht für die Installation und lade sie erneut herunter.
Windows 10 aus dem laufenden System installieren
Startet der PC noch, kannst du das Setup direkt aus Windows öffnen. Dieser Weg eignet sich für eine erneute Installation, bei der persönliche Dateien und auf Wunsch auch Programme erhalten bleiben sollen.
- Schließe den erstellten USB-Stick an oder klicke mit der rechten Maustaste auf die ISO-Datei und wähle Bereitstellen.
- Öffne das eingebundene Laufwerk im Datei-Explorer.
- Starte die Datei
setup.exe. - Bestätige die Abfrage der Benutzerkontensteuerung.
- Wähle im Setup Ändern, was beibehalten werden soll.
- Entscheide dich für Persönliche Dateien und Apps beibehalten, Nur persönliche Dateien beibehalten oder Nichts beibehalten.
- Kontrolliere die Zusammenfassung und starte die Installation.
Die Auswahl „Persönliche Dateien und Apps beibehalten“ steht nur zur Verfügung, wenn Edition, Sprache und Architektur des Mediums zum installierten System passen. Fehlt diese Option, brich zunächst ab und kontrolliere das Installationsmedium. Ein Backup bleibt auch bei dieser Methode Pflicht: Eine Reparaturinstallation ist kein Ersatz für eine Datensicherung.
Der Rechner startet während des Vorgangs mehrmals neu. Entferne das Medium nicht und schalte den PC nicht aus, solange die Installation läuft.
Windows 10 vom USB-Stick neu installieren
Eine saubere Neuinstallation beginnt außerhalb des vorhandenen Windows. Sie eignet sich für eine neue SSD, einen nicht mehr startenden PC oder einen Rechner, auf dem wirklich keine alten Programme und Einstellungen bleiben sollen.
Vom Installationsmedium starten
- Stecke den Windows-10-USB-Stick in den Zielrechner.
- Fahre den PC vollständig herunter und schalte ihn wieder ein.
- Öffne direkt beim Start das Bootmenü. Je nach Hersteller wird dafür häufig
F2,F12,EntfoderEscverwendet. - Wähle den UEFI-Eintrag des USB-Sticks.
- Lege Sprache, Zeitformat und Tastaturlayout fest.
- Wähle Jetzt installieren.
Erscheint der Stick nicht im Bootmenü, probiere zunächst einen anderen USB-Anschluss. Hilft das nicht, prüfe die Startreihenfolge im UEFI beziehungsweise BIOS. Die genaue Taste und Menübezeichnung findest du in der Dokumentation des PC- oder Mainboardherstellers.
Product Key und Edition richtig behandeln
Findet das Setup einen in der Gerätefirmware hinterlegten Key, wird die passende Edition möglicherweise automatisch gewählt. Erscheint die Abfrage trotzdem und besitzt der PC bereits eine digitale Lizenz für Windows 10, kannst du Ich habe keinen Product Key auswählen. Installiere anschließend unbedingt dieselbe Edition wie zuvor.
Richtest du Windows 10 auf einem neuen Gerät erstmals ein und ist weder eine digitale Lizenz noch ein Key in der Firmware vorhanden, brauchst du für die Aktivierung eine gültige Lizenz. Der kostenlose Download des Installationsmediums ersetzt diese Lizenz nicht.
Falls dir noch die passende Edition fehlt, kannst du bei KeyPanda Windows 10 Home und Windows 10 Pro vergleichen und die Lizenz auswählen, die zum Gerät und zum vorgesehenen Einsatz passt.
Ziellaufwerk und Partitionen auswählen
An der Laufwerksauswahl solltest du langsam arbeiten. Bezeichnungen wie „Datenträger 0“ oder „Partition 3“ sagen allein nicht zuverlässig, welches physische Laufwerk gemeint ist. Orientiere dich zusätzlich an Größe und vorhandener Struktur.
Das Löschen oder Formatieren einer Partition entfernt die darauf gespeicherten Daten. Sind mehrere SSDs oder Festplatten eingebaut, kann es sinnvoll sein, nicht benötigte Laufwerke vorübergehend abzuklemmen. Das verringert die Gefahr, das falsche Laufwerk zu verändern. Wenn du bei der Zuordnung unsicher bist, brich das Setup ab und prüfe die Laufwerke sowie dein Backup noch einmal.
Nach Auswahl des Zielbereichs kopiert Windows die Dateien und startet den Rechner mehrfach neu. Sobald der erste Neustart beginnt, darf der USB-Stick eingesteckt bleiben – der PC sollte nun jedoch von der internen SSD weiterstarten. Landest du wieder am Anfang des Setups, entferne den Stick oder setze die interne SSD im Bootmenü an die erste Stelle.
Zurücksetzen als Alternative
Startet Windows noch und geht es dir vor allem um einen frischen Systemzustand, kann Diesen PC zurücksetzen der kürzere Weg sein. Du findest die Funktion in Windows 10 unter Einstellungen > Update und Sicherheit > Wiederherstellung.
Mit Eigene Dateien beibehalten bleiben persönliche Dateien erhalten, installierte Programme werden jedoch entfernt. Alles entfernen setzt deutlich radikaler an. Microsoft erklärt die Unterschiede in den Wiederherstellungsoptionen unter Windows. Bei einer defekten Systemplatte, einem nicht mehr startenden PC oder dem Einbau einer neuen SSD hilft dagegen das externe Installationsmedium.
Was nach der Installation zu tun ist
Der Desktop ist erreicht, aber die Arbeit noch nicht ganz erledigt. Gehe die folgenden Punkte in Ruhe durch:
- Internetverbindung herstellen: So kann Windows eine digitale Lizenz prüfen und verfügbare Updates abrufen.
- Aktivierung kontrollieren: Öffne Einstellungen > Update und Sicherheit > Aktivierung.
- Windows Update ausführen: Suche so lange nach Updates, bis keine weiteren wichtigen Pakete angeboten werden. Beachte dabei die Einschränkungen durch das Supportende beziehungsweise die ESU-Teilnahme.
- Gerätetreiber prüfen: Fehlen WLAN, Ton, Grafikfunktionen oder unbekannte Geräte, lade die passenden Treiber von der Website des PC- oder Komponentenherstellers.
- Programme neu installieren: Verwende möglichst aktuelle Installationsdateien aus den offiziellen Quellen der Hersteller.
- Gesicherte Daten zurückkopieren: Übertrage nur die Ordner, die du wirklich benötigst, und behalte das Backup noch einige Zeit unverändert.
Kontrolliere anschließend im Geräte-Manager, ob Warnsymbole angezeigt werden. Bei einer sauberen Neuinstallation lohnt außerdem ein Blick auf die Datenträgerverwaltung: Dort erkennst du, ob weitere interne Laufwerke eingebunden und mit einem Laufwerksbuchstaben versehen sind.
Typische Probleme bei Download und Neuinstallation
Das Media Creation Tool startet nicht
Starte die Datei mit Administratorrechten und prüfe Internetverbindung, Datum, Uhrzeit sowie den freien Platz auf dem Systemlaufwerk. Auf verwalteten Firmen-PCs können Sicherheitsrichtlinien das Werkzeug blockieren. Sprich in diesem Fall mit der zuständigen IT, statt Schutzmechanismen eigenständig abzuschalten.
Der USB-Stick wird nicht angezeigt
Stecke ihn direkt am Rechner ein und teste einen anderen Anschluss. Wird der Stick auch im Datei-Explorer oder in der Datenträgerverwaltung nicht erkannt, liegt das Problem wahrscheinlich am Datenträger oder Anschluss und nicht am Media Creation Tool. Verwende keinen Stick, auf dem noch benötigte Dateien liegen.
Der PC startet immer wieder in das Setup
Nach dem ersten Installationsabschnitt soll der Rechner von der internen SSD starten. Entferne beim Neustart den USB-Stick oder ändere einmalig die Auswahl im Bootmenü. Beginne die Installation nicht erneut, wenn Windows bereits Dateien auf die SSD kopiert hat.
„Persönliche Dateien und Apps beibehalten“ fehlt
Häufig passen Sprache, Edition oder Architektur des Mediums nicht zum laufenden Windows. Prüfe diese drei Angaben. Für einen Wechsel von 32 auf 64 Bit oder von einer anderen Edition ist eine Übernahme installierter Programme nicht vorgesehen.
Windows ist nach der Neuinstallation nicht aktiviert
Kontrolliere zuerst, ob du dieselbe Edition wie zuvor installiert hast. Stelle eine Internetverbindung her und öffne die Aktivierungsseite. Nach einem Mainboardtausch kann die Aktivierungsproblembehandlung erforderlich sein. Gibt es für dieses Gerät weder eine passende digitale Lizenz noch einen hinterlegten Key, benötigst du einen gültigen Product Key.
Die ISO-Prüfsumme stimmt nicht
Eine abweichende SHA-256-Prüfsumme kann auf einen unvollständigen oder veränderten Download hinweisen. Lösche die ISO, lade sie erneut von Microsoft herunter und vergleiche den Hash noch einmal. Verwende keine Datei aus einer unbekannten Downloadquelle als Ersatz.
Häufige Fragen zum Windows-10-Download und zur Installation
Ja. Microsoft bietet auf seiner offiziellen Downloadseite weiterhin Windows 10 Version 22H2 sowie das Media Creation Tool an. Der Download bleibt trotz des Supportendes verfügbar. Ob Microsoft diesen Weg künftig verändert, lässt sich daraus nicht ableiten.
Microsoft verlangt für die ISO-Datei und das Media Creation Tool keine Downloadgebühr. Zum Aktivieren brauchst du jedoch eine passende digitale Lizenz oder einen gültigen Product Key. Ein kostenloses Installationsmedium ist keine kostenlose Nutzungslizenz.
Nicht immer. War dieselbe Edition auf dem Gerät bereits digital aktiviert oder ist ein passender Key in der Firmware hinterlegt, kann Windows 10 sich nach der Installation automatisch aktivieren. Ohne eine solche Berechtigung benötigst du einen gültigen Product Key.
Ja, wenn das vorhandene Windows noch startet. Öffne setup.exe aus einer passenden ISO oder vom Installationsmedium und wähle, persönliche Dateien und Apps zu behalten. Bei einer sauberen Neuinstallation vom USB-Stick werden die Inhalte des ausgewählten Systemlaufwerks dagegen entfernt.
Für das Media Creation Tool nennt Microsoft mindestens 8 GB. Der komplette Inhalt des ausgewählten Sticks wird gelöscht. Sichere deshalb vorher alles, was noch gebraucht wird.
Das gewöhnliche Microsoft-Installationsmedium deckt die üblichen Home- und Pro-Installationen ab. Welche Edition installiert oder aktiviert wird, hängt von der Auswahl im Setup, einem in der Firmware gespeicherten Key und deiner digitalen Lizenz ab. Windows 10 Enterprise wird über andere Microsoft-Zugänge bereitgestellt.
Ja. Eine Neuinstallation ist weiterhin möglich und Windows 10 funktioniert danach. Sie verlängert aber nicht den regulären Support. Ohne eine passende ESU-Lösung erhält das System keine regulären kostenlosen Windows-10-Sicherheitsupdates mehr.
Fazit: Die passende Installationsart erspart unnötige Arbeit
Für Download und Medienerstellung bleibt das Media Creation Tool der bequemste offizielle Ausgangspunkt. Es erstellt einen bootfähigen USB-Stick oder speichert eine ISO, ohne dass du Installationsdateien aus fremden Quellen zusammensuchen musst.
Wenn das bestehende Windows noch startet und Programme erhalten bleiben sollen, öffnest du das Setup aus dem laufenden System. Eine saubere Installation vom USB-Stick ist dagegen für eine neue SSD, einen nicht mehr startenden Rechner oder einen wirklichen Neustart ohne Altlasten gedacht. Genau diese Unterscheidung entscheidet darüber, ob Daten und Apps übernommen oder entfernt werden.
Sichere vorab deine Dateien, notiere Edition und Aktivierungsstatus und prüfe nach der Installation Treiber sowie Aktivierung. Denke außerdem daran: Windows 10 lässt sich weiterhin installieren, doch das Supportende wird dadurch nicht zurückgesetzt.
Offizielle Quellen und weiterführende Informationen
Die zeitabhängigen Angaben zu Download, Version, Installationsmedien, Neuinstallation, Aktivierung und Supportstatus wurden anhand offizieller Microsoft-Seiten geprüft.
- Microsoft Windows: Windows 10 herunterladen, abgerufen am 8. September 2026
- Microsoft Windows: Windows-10-Laufwerkimage herunterladen, abgerufen am 8. September 2026
- Microsoft Support: Erstellen von Installationsmedien für Windows, abgerufen am 8. September 2026
- Microsoft Support: Erneutes Installieren von Windows mit dem Installationsmedium, abgerufen am 8. September 2026
- Microsoft Support: Wiederherstellungsoptionen unter Windows, abgerufen am 8. September 2026
- Microsoft Support: Windows aktivieren, abgerufen am 8. September 2026
- Microsoft Support: Windows-10-Systemanforderungen, abgerufen am 8. September 2026
- Microsoft Support: Windows 10 Support wurde am 14. Oktober 2025 eingestellt, abgerufen am 8. September 2026



